Hundetag im Rahmen der Jungjägerausbildung

am Ostermontag im Dossinger Tal

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Nach 2 Jahren pandemiebedingtem Ausfall, konnte endlich wieder ein Hundetag durchgeführt werden. Im Rahmen der Jungjägerausbildung organisierte Irene Hofmann, Dozentin für das Fach Jagdhundewesen, diesen Tag wieder einmal mit großem Engagement.

Bei herrlichem Osterwetter versammelten sich am Montag den 18.04. um 9:30Uhr 15 Jagdscheinanwärter im schönen Dossinger Tal, um alles bisher theoretisch vermittelte Wissen rund um die Jagdhunde, deren Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten, praxisnah zu erleben. Nach der Begrüßung der Teilnehmer ging es auch schon los, denn es stand so Einiges auf dem Plan!

Als Erstes kam das Erstellen einer Schweißfährte dran. Jetzt konnten die Jagdscheinanwärter ihren Lernstand überprüfen, indem sie immer wieder Fragen zum Legen und Arbeiten einer Schweißfährte, Bruchzeichen oder benötigte Ausrüstung gestellt bekamen. Im Anschluss daran, wurde eine Schweißfährte mit Hund und Nachsuchenführer gearbeitet. Jeder Schritt wurde vorab vom Nachsuchenführer bis ins Detail erklärt. Der Hund arbeitete anschließend mit tiefer Nase die Fährte am langen Riemen bis zum Stück. Nach erfolgreicher Suche wurde der Hund durch viel Lob bestätigt und am Ende mit einem Bruch an Hund und Führer für die Leistung ihrer Nachsuche geehrt.

Dann ging es weiter mit dem Erstellen einer Kaninchenschleppe. Der Anschuss wurde mit Kaninchenwolle markiert. Die Schleppe wurde über 200m gezogen. Nach dem Ansetzen vom Hund, arbeitete dieser die Fährte fehlerfrei aus. Er nahm das Stück Haarwild auf und apportierte es dem Hundeführer. Das Wild wurde korrekt vor dem Führer ausgegeben.

Es ging weiter mit dem Vorstehen. Der Hund, ein engl. Vorstehhund, wurde zur Suche geschickt. Als der Gordon Setter in den Witterungsstrom kam, stand er spontan und rassetypisch vor.  Der Hund stand durch bis der Hundeführer bei ihm war.

Gleich darauf folgte die Frei Verloren Suche mit einem Stück FW. Der Hund arbeitete selbständig die ihm zugewiesene Fläche ab, fand das Stück, nahm es auf und apportierte es ohne Fehler seinem Führer.

Als Nächstes stand noch das Einweisen eines Golden Retrievers auf dem Plan. Eine retrieverspezifische - und wohl die anspruchsvollste Arbeit des Retrievers. Dafür wurden 2 Dummys an verschiedenen Stellen einer Freifläche ausgelegt. Der Hundeführer lenkte den Hund mit Hilfe von Stimme, Pfeife und Handzeichen in Richtung der ausgelegten Dummys. Das Einweisen verlief erfolgreich. Beide Dummys wurden vom Hund gefunden, aufgenommen und dem Führer übergeben.

Zum Schluss ein Highlight, welches zum ersten Mal auf dem Hundetag gezeigt werden konnte:

Die Arbeit an einem mobilen Kunstbau. Bevor der Hund, ein Border Terrier, seine Arbeit begann, wurde der Bau mit einem Fuchsdummy präpariert. Der Hund wurde in die Röhre geschickt und gab Laut am Kessel. Anschließend wurde der Fuchsdummy vom Hund aus der Röhre gezogen.

Den Schluss bildete das Vorstellen der einzelnen Jagdhunderassen.

Die anwesenden Hundeführer wurden mit ihren Jagdhunden rassespezifisch aufgestellt. D.h. Erdhunde, Stöberhunde, Schweißhunde, Vorstehhunde und Apportierhunde. Für die Jagdscheinanwärter war es manchmal nicht leicht, die Rassen und ihre Aufgaben richtig zu benennen und zuzuordnen.

Insgesamt konnten an diesem Tag 30 Jagdhunderassen gezeigt werden.

Nachdem alles rund um die anwesenden Jagdhunde an Wissen vermittelt wurde, ging es zum gemütlichen Teil des Tages über.

Die Bläser spielten die Hundefanfare,  Jagd vorbei und Halali.

Irene Hofmann bedankte sich bei allen Protagonisten für diesen sehr gelungenen Tag und übergab die Schlussworte an den stellv. KJM Uwe Mahler. Dieser sprach ebenfalls seinen Dank an alle Teilnehmenden aus und betonte, wie wichtig und bereichernd so ein vierbeiniger Helfer auf der Jagd ist, denn „Jagd ohne Hund ist Schund“.

Hungrig von so viel frischer Luft und den Kopf voller Wissen konnte sich jeder am reichhaltigen und sehr leckeren Buffett bedienen und den Tag mit netten Gesprächen ausklingen lassen.

Last but not least geht ein großer Dank an Fam. Stoll, welche ihr Revier für diesen Tag zur Verfügung stellte und damit einen großen Beitrag zum Gelingen dieses Events leistete. Ein weiterer Dank geht an alle teilnehmenden Hundeführer, die sich bereit erklärten an Ostern anzureisen und ihre Hunde vorstellten. Ein allerletzter Dank geht an die tolle Verpflegung inkl. Getränken, welche von den Jagdscheinanwärtern und dem Lehrgangsleiter Klaus Neumann bereitgestellt wurden.

Wieder einmal ein gelungener, wunderschöner und sehr lehrreicher Tag!

DANKE Irene & Michl!